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Tarot-Tagebuch
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Tarotgeschichte

Tarot de Marseille

Das Tarot de Marseille ist ein wichtiger historischer Kartentyp, dessen Trümpfe und Zahlenkarten Struktur sichtbar machen.

Tarot de Marseille

Das Tarot de Marseille ist kein einzelnes Deck eines einzelnen Künstlers. Es bezeichnet eine Familie historischer Muster, besonders verbunden mit französischsprachigen Kartenmachern des 17. und 18. Jahrhunderts und zugleich verwandt mit älteren europäischen Tarotformen.

Seine Bildsprache ist direkt: kräftige Linien, begrenzte Farben, französische Titel und einprägsame Trümpfe wie Le Bateleur, La Papesse, La Roue de Fortune und Le Monde. Ausgaben unterscheiden sich im Detail, bleiben aber als Familie gut erkennbar.

Der größte Unterschied für Einsteiger liegt in der Kleinen Arkana. Nummerierte Karten zeigen meist keine ganzen Szenen, sondern Kelche, Schwerter, Stäbe oder Münzen in Anordnung. Gelesen werden Zahl, Farbe, Wiederholung, Symmetrie und Spannung.

Diese Sparsamkeit kann anfangs anspruchsvoll wirken, trainiert aber den Blick. Marseille zeigt, dass Tarotbedeutung nicht nur aus erzählenden Bildern entsteht, sondern aus Struktur, Rhythmus, Reihenfolge und Beziehungen zwischen Karten.

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Kartenbedeutungen. Tarot-Legungen.